Apotheke in Puderbach (56305, Landkreis Neuwied)

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Apotheke in Puderbach (56305)

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Apotheke bzw. Apotheken

Als Apotheke wird ein Standort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und produziert werden. Darüber hinaus ist es eine Hauptaufgabe des Apothekenpersonals und des Apothekers, die Kunden zu beraten, sie über Nebenwirkungen zu informieren und eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Heilmitteln aufzudecken. Darüber hinaus zu der Ausgabe von Heilmitteln offerieren Apotheken auch „apothekenübliche Produkte“ wie kosmetische Erzeugnisse, Nahrungsergänzungsmittel und weitere Artikel mit gesundheitsförderndem Bezug.

Allgemeines über Apotheken

Wortursprung

Die Bezeichnung „Apotheke“ (mittelhochdeutsch „Spezereiladen“) stammt über lateinisch „apotheca“ vom altgriechischen „apothéke“ ab, was wörtlich Ablage (oder Lager, Depot, Speicher, Aufbewahrungsort, Ablage) für Vorräte im Allgemeinen bedeutet. Unter Galenos war mit apoteca ein Aufbewahrungsort für Bücher gemeint. Vielmals bezeichnete es wie beim römischen Agrarschriftsteller Columella das meist oben im Hause befindliche Weinlager, wo der Wein in Amphoren bewahrt wurde. In Klöstern wurde lateinisch apotheca der Raum zur Aufbewahrung von Heilkräutern („Kräuterkammer“) bezeichnet. Im Hochmittelalter bezeichnete apotheca üblicherweise einen Kramladen, eine Warenniederlage oder eine Verkaufsbude für Gewürze, betrieben vom apothecarius.

Auftrag der Apotheke

In Deutschland und in Österreich erledigt die Apotheke den gesetzlichen Auftrag als Element des Gesundheitssystems, die ordnungsgemäße Pharmakonversorgung der Bevölkerung abzusichern. Dies ist in den jeweiligen Apothekengesetzen (Deutschland, Österreich) geregelt.

In der Schweiz hingegen ist die Arzneiabgabe im Heilmittelgesetz geregelt, nach ihr dürfen Apotheker Präparate abgeben, darüber hinaus kennen, da das Apothekerwesen kantonal geregelt ist, vierzehn Kantone die Selbstdispensation durch Doktoren. Eine solche Selbstdispensation existiert in der BRD nur in der Struktur der tierärztliche Hausapotheke, in Österreich in Form der ärztlichen Hausapotheke für humanmedizinische Arzneimittel und in der Form der tierarztlichen Hausapotheke. Hier dreht es sich um eine Abgabestelle.

Die Befolgung der gesetzlichen Bestimmungen wird in der BRD von den Bundesländern beaufsichtigt. In NRW sind hauptamtlich beschäftigte Amtsapotheker in den Bezirken und kreisfreien Städten für die Aufsicht zuständig.

Verkauf von Medikamenten

Apotheken dürfen Präparate verkaufen, da sie Waren besonderer Art sind und häufig Beratung und Erklärung in besonderem Umfang bedürfen. Während in Deutschland und in Österreich ausschließlich Apotheken Arzneien verkaufen dürfen, ist in der Schweiz die Selbstdispensation durch Ärzte gestattet.

Der Absatz muss mittels pharmazeutisches Personal erfolgen. In der BRD dürfen Apotheken mit einer Versandhandelsgenehmigung Medikamente im Versand auch über Ländergrenzen hinaus verkaufen.

Anweisungen zur Regelung der Abgabepreise von Arzneimitteln finden sich in Deutschland in der Arzneimittelpreisverordnung, für die Schweiz ist das Bundesamt für Gesundheit zuständig, es stellt eine Spezialitätenliste her.

Leitung der Apotheke

Apotheken dürfen nur von einem staatlich anerkannten Apotheker geführt werden.

In der BRD kann für 4 Wochen pro Jahr, zum Beispiel wegen Krankheit oder Urlaub des Apothekers, eine Vertretung unter Einsatz von einen Pharmazieingenieur oder Apothekerassistenten stattfinden; bei Abwesenheit bis zu 3 Monaten oder im Falle einer Haupt- bzw. Krankenhausapotheke ist die Vertretung durch einen Apotheker vorgeschrieben.

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