Apotheke in Neuffen (72639, Esslingen)

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Apotheke in Neuffen (72639)

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Apotheke bzw. Apotheken

Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Medizinprodukte und Arzneimittel abgegeben, geprüft und produziert werden. Des Weiteren ist es eine Hauptaufgabe des Apothekenpersonals und des Apothekers, die Kunden zu beraten, sie über Nebenwirkungen aufzuklären und potenzielle Wechselwirkungen mit anderen Heilmitteln aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Heilmitteln veräußern Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse und weitere Artikel mit gesundheitsförderndem Bezug.

Allgemeines über Apotheken

Ursprung des Wortes

Das Wort „Apotheke“ (mittelhochdeutsch „Spezereiladen“) stammt über lateinisch „apotheca“ vom altgriechischen „apothéke“ ab, was wörtlich Ablage (oder Lager, Depot, Aufbewahrungsort, Speicher) für Vorräte im Allgemeinen bedeutet. Unter Galenos war mit apoteca ein Aufbewahrungsort für Bücher gemeint. Vielmals bezeichnete es wie beim römischen Agrarschriftsteller Columella das überwiegend oben im Hause angesiedelte Weinlager, wo der Wein in Amphoren bewahrt wurde. In Abtein wurde lateinisch apotheca die Kammer zur Deponierung von Heilkräutern („Kräuterkammer“) bezeichnet. Im Hochmittelalter bezeichnete apotheca üblicherweise einen Kramladen, eine Warenniederlage oder eine Verkaufsbude für Gewürze, betrieben vom apothecarius.

Aufgabe der Apotheke

In der BRD und in Österreich erfüllt die Apotheke den gesetzlichen Einsatz als Komponente des Gesundheitssystems, die ordnungsgemäße Pharmakonversorgung der Bevölkerung abzusichern. Dies ist in den jeweiligen Apothekengesetzen (Österreich, Deutschland) festgelegt.

In der Schweiz dagegen ist die Arzneiabgabe im Heilmittelgesetz geregelt, nach ihr dürfen Apotheker Arzneien abgeben, noch dazu kennen, weil das Apothekerwesen kantonal geregelt ist, vierzehn Kantone die Selbstdispensation durch Ärzte. Eine solche Selbstdispensation existiert in der BRD nur in der Form der tierärztliche Hausapotheke, in Österreich in der Form der tierarztlichen Hausapotheke und in Form der ärztlichen Hausapotheke für humanmedizinische Arzneimittel. In diesem Fall dreht es sich um eine Abgabestelle.

Die Befolgung der gesetzlichen Anforderungen wird in der BRD von den Bundesländern überwacht. In Nordrhein-Westfalen sind hauptamtlich beschäftigte Amtsapotheker in den Bezirken und kreisfreien Städten für die Aufsicht zuständig.

Verkauf von Medikamenten

Apotheken dürfen Medikamente vertreiben, da sie Artikel besonderer Art sind und häufig Erklärung und Beratung in besonderem Ausmaß erfordern. Während in Deutschland und in Österreich alleinig Apotheken Arzneien vertreiben dürfen, ist in der Schweiz die Selbstdispensation durch Ärzte gestattet.

Der Verkauf muss durch pharmazeutisches Personal stattfinden. In der Bundesrepublik Deutschland dürfen Apotheken mit einer Versandhandelsgenehmigung Medikamente im Versand auch über Ländergrenzen hinaus vertreiben.

Anweisungen zur Regelung der Abgabepreise von Arzneimitteln finden sich in Deutschland in der Arzneimittelpreisverordnung, für die Schweiz ist das Bundesamt für Gesundheit verantwortlich, es stellt eine Spezialitätenliste her.

Leitung der Apotheke

Apotheken dürfen alleinig von einem staatlich geprüften Apotheker geführt werden.

In der BRD kann für vier Wochen pro Jahr, beispielsweise wegen Krankheit oder Urlaub des Apothekers, eine Vertretung qua einen Pharmazieingenieur oder Apothekerassistenten stattfinden; bei Abwesenheit bis zu drei Monaten oder im Falle einer Haupt- bzw. Krankenhausapotheke ist die Vertretung durch einen Apotheker nötig.